Tiere sind meine Freunde - und ich esse meine Freunde nicht. (Georg Bernard Shaw)

 

Zu Besuch im Zoo Dresden am 14.01.2009

Institution Zoo und Circus

Tierschutz

Artenschutz

Tierethik

 

 

Institution Zoo und Circus

Wenn der Zoo für Gefangenschaft und modernen Tier-Knast steht, dann steht der Tier-Circus für die dazugehörige Zwangsarbeit der traurigen Gefangenen.

Viel unterscheidet diese beiden Institutionen nicht!

Beide stellen Tiere zur Schau, um letztendlich daran Gewinn zu machen!

Beiden Institutionen ist daher der Gewinn, die Wirtschaftlichkeit wichtiger, als das Tier!

Beide Institutionen nutzen den neugierigen voyeuristischen Menschen aus, um mit ihrer Zur-Schau-Stellung - versteht sich, mittels Eintrittsgeldern - ihre sogenannte “Firma“ am Leben zu erhalten!

Der Zoo mit dem Werbeslogan „ein Tier mal in seiner natürlichen Umgebung zu sehen“ ( Welche selbstverständlich KEINE natürliche Umgebung darstellt , sondern eher eine künstlich empfundene und nachgestellte Umgebung! Also Betrug! – Natürliche Umgebung ist in jedem Fall die Natur selbst!)

Der Circus mit dem Werbeslogan „ tolle Tiere bei ihren tollen Kunststücken zu sehen, darüber zu staunen, sich darüber zu freuen“! ( Wobei den Tieren diese Kunststücke oftmals unter Schmerzen und verbunden mit Tierquälerei beigebracht worden sind! - Also erfreuen wir Menschen uns am Leid der Tiere! Das aber wissen wir nicht, denn es wird uns vorenthalten! Also auch Betrug!)

Nun ist es aber auch so, dass unsere Gesetzgebung diesen Betrug schützt!

Ja, hier wird eine Straftat, nämlich Betrug, durch Gesetze geschützt!

Wie kann so etwas möglich sein?

1. In dem die Gesetze so gestaltet sind, dass sie sowohl dem Circus, als auch den Zoos die Zur-Schau-Stellung erlauben!
Durch eine Genehmigung, welche zu beantragen ist! Bei Behörden, die sich sehr wohl mit der Umsetzung der Antragstellung auskennen, aber keinerlei Erfahrungen über den wirklichen „Bedarf “ eines Tieres haben!

2. Mittels dieser Gesetze wurden für Zoos, als auch für Circusse sogenannte Leitlinien und Richtlinien erlassen, welche diesen Bedarf der Tiere erklären bzw. regeln sollen. Wohlgemerkt Richtlinien, also keine Vorschriften!! (Vergleichbar ist eine solche Richtlinie mit einem Verkehrszeichen zur Richtgeschwindigkeit auf der Strasse! Also nur als Hinweis, keine Pflicht! Leitlinien könnte man hier mit der Mittellinie auf der Strasse vergleichen!)

3. Die Gesetzgebung macht es den Institutionen Zoo und Circus möglich, sich „danach zu richten“ oder eben „sich NICHT danach zu richten“!!! Keinesfalls aber schließt es hier die Pflicht, ein Muss ein, sich danach zu richten!

Durch diese Richt- und Leitlinien ist es nun den Institutionen möglich, bestimmte Verhältnisse (hier sei die Behandlung, Haltung, Ernährung der Tiere genannt) zugunsten des Gewinnes, der Wirtschaftlichkeit der Institution zu verschieben!

Hier ist eindeutig bewiesen, dass nicht das Tier im Vordergrund steht, sondern der letztendliche Gewinn!


Wie sehen solche Verschiebungen zugunsten der Wirtschaftlichkeit aus?

Im Zoo

Überzählige Tiere, welche den Zoos als Kassenmagneten dienen, wenn sie noch klein und niedlich sind, werden dann, wenn sie übrig sind weil auch andere Zoos schon zu viele haben, an die Raubtiere in den Zoos verfüttert, an Tierversuchslabore abgegeben, oder in anderer Weise „verbraucht “ (Anm.: „verbraucht“ ist ein Begriff aus den Tierversuchslaboren, bei denen Tiere getötet werden!) 

Im Circus

Tiere, welche in Circussen nach jahrelangem Missbrauch alt und gebrechlich geworden sind, werden eingeschläfert! Für sie gibt es keine Rettung mehr! Hier wird auch das Gesetz gebrochen, welches einem Tierarzt verbietet, ein gesundes Tier einzuschläfern (Man merke hier: Die Tiere sind nur alt und gebrechlich, können diese Kunststücke nicht mehr machen! - Keine Wirtschaftlichkeit - kein Lebensrecht!)

Schutzbehauptungen der Institutionen Zoo und Circus:

Zoo

Zoos bedienen sich fast immer ihrer „Wissenschaftlichkeit“ und ihres „Europäischen-Erhaltungszucht-Programms EEP“.
Ein wissenschaftlich geführter Zoo würde sozusagen alles Mögliche zur Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Tierart tun, nur, um dieses Tier für die Nachwelt zu erhalten! Ein Elefant wird künstlich besamt, er bringt sein Baby hinter Gittern im Wurf-Gefängnis zur Welt, das Baby, wenn es überlebt, dient lediglich wieder der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, denn es wird an andere wissenschaftliche Zoos verkauft, um dort den gleichen Weg seiner Eltern zu gehen! In der freien Natur Afrikas oder Indiens ist die Fortpflanzung viel problemloser und viel erträglicher, bringt aber keinerlei Gewinn ein! So bei Löwe, Tiger, Giraffe ... und und und!!!!

Circus

Der Tier-Circus verweist fast immer auf die „ jahrhundert alte Tradition“ der Circus-Tierkunststücke! Uralte Zöpfe sollten abgeschnitten werden! So hat es der moderne Mensch mit Kannibalismus, Steinigung, Schamanentum, Aberglaube, Gewalt gegen Frau und Kind, Menschenhandel ja auch geschafft!


Schlusswort :

Ein kleiner, winzig kleiner Schritt ist schon in Richtung Anti-Tierausbeutung geschehen!

Der Bundesrat hat die Regierung aufgefordert, ein Gesetz zur Abschaffung der Elefanten und Bären sowie anderer Groß-Wildtiere im Circus zu verabschieden!

Nun ist es an der Zeit , dass dieses Gesetz endlich zustande kommt! Lasst uns auf diesen wichtigen Moment vorbereitet sein!

Lasst uns alle dafür eintreten, dass aus geeigneten (nicht „wissenschaftlichen“) Zoos Auffangstationen für die Circus-Tiere geschaffen werden, damit ihnen wenigstens zum Ende ihres Leidensweges Circus ein schöneres Dasein gegeben werden kann! Für die Rückführung in ihre einstige Freiheit, die Natur, ist es zu spät! Für die Tiere in den Zoos ist es noch nicht zu spät!

Lasst uns endlich handeln!

Tun wir etwas in Richtung Fortschritt, in Richtung Leben, in Richtung saubere Ethik!

Der Mensch wird es nicht schaffen, die Natur kaputt zu machen, die Natur wird sich „vom Menschen“ erholen! Der Mensch wird nur schaffen, sich selbst auszulöschen, wenn er anderes Leben nicht achtet!

muzie_Ines

ECOTERRA e.V.

Januar 2004

 

Tierschutz

Tierschutz ist nicht zu verwechseln mit Tierliebhaberei – ein Tierliebhaber ist ein Mensch der seiner eigenen Person wegen das Tier liebt, weil es ihn unterhält, ihn liebt, weil es ihm Spaß macht, weil es ihm die Zeit vertreibt, oder weil es ihm  in irgend einer Art und Weise nützlich ist.

Ein Tierschützer hingegen ist ein Mensch, der um der Tiere willen den Kampf aufnimmt, weil auch die Tiere ein Recht zu leben haben und zwar ein Recht auf artgerechtes Leben.

Tierschutz kommt gleich nach dem Menschenschutz und ist eine Verpflichtung für jeden denkenden Menschen.

Wir sollten endlich aufhören in Tieren eine Sache zu sehen! Tiere sind keine Sachen, sondern Freude und Schmerz empfindende Lebewesen, die um ihrer selbst willen geschützt werden müssen.

Tierschutz ist zugleich Menschenschutz und muss daher zum Bestandteil einer ethischen Erziehung werden.

Effektiver Tierschutz ist präventiver Menschenschutz!

Im Hinblick auf die Rinderseuche BSE ist das nun  hoffentlich auch jenen Menschen klargeworden, die in Tierschützern Spinner sehen und meinen, diese Leute sollten mit ihrer vielen Zeit etwas Besseres anfangen und sich um die Menschenrechte kümmern.

Wie man an dieser traurigen Sache sehen kann, ist es bitter nötig, dass sich Menschen finden, die sich für die Tiere stark machen. Genauso ist es wichtig und notwendig sich für notleidende Menschen einzusetzen. Jeder Mensch soll seinen Beitrag zur Linderung der Not in der Welt leisten, und dazu gehört es genauso, sich für das Leid der Tiere einzusetzen.

Das Leben der Tiere in unserer zivilisierten Gesellschaft besteht aus aufstehen, fressen, hinlegen und darauf zu warten, getötet zu werden. Die Tiere leiden stumm und die meisten Menschen bleiben stumm.  "Die Würde des Menschen ist unantastbar", steht im Grundgesetz. Und die Würde der Tiere? Haben Tiere keine Würde?

Wenn sich nicht bald etwas ändert sind in 10 bis 20 Jahren wieder einige Tierarten mehr ausgestorben. Denken wir an die Rohdung des Regenwaldes ...

Das Thema Tierschutz ist unerschöpflich! Leider!

Tierschutz ist Menschenschutz!

Was sich heutzutage Tag für Tag in den Schlachthöfen, Tiertransporten, Hühnerfarmen und Nutztierbetrieben abspielt, ist legalisiertes Verbrechen!!!!!!!!

 

 

Gebet für die Tiere - Von Albert Schweizer

O Gott, erhöre unsere demütige Bitte für unsere Freunde,
die Tiere, und besonders für die verfolgten Tiere,
für die überlasteten, Hunger leidenden
und für die grausam behandelten Tiere!

Für all jene armen, in Gefangenschaft befindlichen Geschöpfe,
die mit ihren Flügeln an die Gitterstäbe ihrer Käfige schlagen.

Wir bitten, Herr, für sie um Dein Mitleid und um Deine Gnade;
und für diejenigen, denen ihre Pflege obliegt, bitten wir
um ein barmherziges Herz.

Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen. Sie ist unlösbar verknüpft mit der Sache des Menschen und zwar in einem Maße, dass jede Verbesserung in unserer Beziehung zur Tierwelt unfehlbar einen Fortschritt auf dem Wege zum menschlichen Glück bedeuten muss!

(Emile Zola)

 

Artensterben???

Man kann (theoretisch) von "Jede Minute eine Art" sprechen oder sogar mit "Jede Sekunde eine Art" spekulieren oder generell von Hunderten von Arten (mindestens aber 50) pro Tag sprechen, die de facto AUSSTERBEN - aber:
Ohne dabei auf Statistiken (Lügen) eingehen zu wollen, ist hier folgendes wichtig zu wissen:

a) Unsere heutige Welt ist das Ergebnis einer Evolution von ca. 3.5 Milliarden Jahren. Während dieses gesamten Zeitraumes kennen wir bisher nur 5 Perioden die von einem Massensterben der Arten begleitet wurden. Allen (auch den konservativsten) Einschätzungen zufolge steuern wir auf eine weitere innerhalb der nächsten 25-50 Jahre zu.

b) 7000 Spezialisten arbeiten heute an der sog. Roten Liste.

c) 14 Millionen Arten haben wir schätzungsweise, davon sind nur ca. 1,75 Mio wissenschaftlich erfasst. Viele Arten sterben aus bevor wir sie kennen.

d) Von "Ausgestorben" können wir als Wissenschaftler immer erst dann reden, wenn die Art über einen Zeitraum von 50 Jahren nicht mehr lebend festgestellt wurde.

d) Die gegenwärtige Aussterberate ist das geschätzte 1.000 bis 10.000 -fache als unter natürlichen Umständen (ohne den modernen Mensch).

e) In den letzten 500 Jahren sind ca. 816 der bekannten Arten in freier Wildbahn ausgestorben.

f) 11,046 der 18.000 bekannten und beobachteten Arten sind dabei auszusterben.

g) Weitere 4,595 dieser Arten sind gefährdet auszusterben.

h) 1985 bereits wurde geschätzt, das jede Minute 3 Hektar Wald abgeholzt wurden - es ist NICHT besser geworden. Weltweit betrachtet wurde seit 1945 ein Gebiet das größer ist als Indien und China zusammen - ökologisch gesehen - verwüstet. 20 Millionen Hektar Wald werden heute noch jedes Jahr vernichtet. Vielen voran dabei  Deutsche Firmen, wie Danzer und CIB (Feldmayer), die in der Republic of Congo den letzten Natur-Wäldern Zentral-Afrikas den Garaus macht.

i) Das perfide an der WWF/CITES Meldung ist, dass es sich hier nur um die Arten handelt, deren Handel international signifikant ist und aus Neidfunktion überwacht wird.

j) Jackie Alan Juiano Ph.D. schrieb kürzlich in THE NUMBERS AE KILLING US: Numbers are used badly when describing the health of animal populations as well. In the United States, numbers used to determine when it is OK to remove a species from the endangered list are ridiculously low. For example, in 1994, the U.S. Fish and Wildlife Service declared the gray whale „recovered“ and took the species off the Endangered Species List, declaring arrogantly in the June 16, 1994 edition of the Federal Register that the whale „has recovered to near its estimated original population size.“ Today there are about 21,000 individuals in the wild. The estimates used to determine the „original“ population numbers are from the 19th century, just before commercial whaling began. New information in a study completed last year could mean that we shouldn‘t be content to cease protecting a species until it once again numbers in the millions. In Florida a few years ago, the state wildlife agency proudly announced the removal of an alligator species from their endangered list. The way they expressed their joy was to reopen the hunting season for that majestic animal, welcoming the very thing that brought the animal to the brink of extinction in the first place. Should the reason we restore species and habitats be so that we can destroy them again?

k) Interessanterweise sind viele Fischarten, die bereits "commercially extinct" sind, nicht unter CITES " überwacht", denn das brächte den sofortigen Ausstieg der Mitgliedstaaten, wie der EU, die z.B. die Kabeljaubestände mit vollem Bewusstsein und in voller Kenntnis der Sachlage vernichtet hat.

Resumée: ... und vor allem, wenn das mit Ebola etc. so weitergeht: Soon we also will be dead as a Dodo ! Après nous le déluge, sagen die Meisten! Das einzige was zuwächst: Mehr als 300,000 Fahrzeuge und mehr als 400,000 Menschen werden jeden Tag "geboren".

Man has lost the capacity to foresee and forestall. He will end by destroying the earth, sagte Albert Schweitzer!

Noch kämpfen wir (getreu einem anderen Albert Schweitzer Wort: Das schwierigste zuerst!) dagegen und haben mit unseren geringen Ressourcen, die wir nur Dank einiger Menschen, die den aufrechten Gang noch nicht verlernt haben, überhaupt noch haben, dabei auch kaum die Zeit auf diesen PR-geilen Mist des WWF einzugehen. Während die UN auch hier in Nairobi in dicksten Pfründen schwelgt, obwohl z.B. die Flüchtlinge selbst in den UNHCR-Camps am verhungern sind, hatte man uns gestern den Strom und heute das Telefon abgestellt - beides geht wieder - wie lange ? - wir werden sehen. Nur das Wasser hatte man uns noch nie abgestellt, weil wir nicht bezahlen konnten - aber das auch nur deshalb, weil schon seit Jahren so gut wie nie Wasser aus der Leitung kommt - das auch dank der Zivilisation, die hier seit der Kolonial-Zeit Einzug gehalten hat.
Leute, wie wir, sind selbst dabei eine aussterbende Art zu sein. Es sei denn wir lernen uns zu verbünden und zu wehren - auch das ist Evolution.